17.12.2005 2:16
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Allgemein

Andy Goldsworthy ist ein Loner. Er ist gern allein, und wirkt deshalb verschroben.

“To be honest, I’m drained by people”
Andy Goldsworthy in “Rivers and Tides”

So spricht er, und er ist ein gutes Beispiel eines Menschen, der im Alleinsein Inspiration findet, zu sich findet, meinetwegen zu Gott findet.

Dennoch wird die Einsamkeit immer wieder beschworen, als Zeitphänomen, die Stichwörter Scheidung, Single-Gesellschaft und Individualismus hat man schon so oft im Mund oder in den Ohren gehabt, dass man sie ausspeien oder schreien könnte.
Und doch: Irgendwas ist ja dran. Auch bei mir war die Einsamkeit schon oft Thema.

Die Zeit wirft in ihrem aktuellen Feuilleton ein Auge und anschließend ein anderes Licht auf dieses Thema, was ich schon beim kurzen Anlesen sehr erhellend finde.
Die oft bemühte Großfamilie, die füreinander sorgt, hat es nie so oft oder lang gegeben, schlicht weil die Lebenserwartung niedriger war: Omaopa waren so gut wie tot, als man geboren wurde.
Und auch die Urbanisierung bedingt nicht die Einsamkeit:

“Die Einsamen sind es, die in der Großstadt ein Bild ihrer Einsamkeit finden, nicht die Großstadt ist es, die sie einsam macht.”
Zeit Nr. 51, 15.12.05

Dieser Satz gefällt mir sehr, und ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich ihn anwendbar auf mehr liebesbezogene Themen finde, muss aber noch darüber nachdenken…

Vielleicht fällt es mir auf, wenn ich den Feuilleton ganz gelesen habe, wozu ich aber wohl erst Sonntag komme.
Dann gibt’s nochmal Gedankenfutter.

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