17.05.2009 23:37
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Leben
http://torvenius.deviantart.com/art/Morana-Tarot-Death-52913210

“Der alte J. ist tot”, hat Cullawine zu mir gesagt, einige Wochen bevor wir entschieden hatten, uns knapp 3 Wochen nicht zu sehen. Sie sagte es, bevor ich dann am Ende dieser 3 Wochen entschieden hatte, dass ich mich trenne.

Wieder trenne.

Und doch – trotz der Wiederholung, der Möglichkeit zu einem Gefühl von Ausweglosigkeit und Stillstand – fühle ich mich gut. Etwas musste sterben, das haben mir auch die Karten gesagt. 3 Legungen habe ich rund um dieses Beziehungsende gelegt, und in zweien davon war die Quintessenz der Tod. Und tatsächlich: Gerade die Wiederholung, die Tatsache, dass ich die gleichen Sachen durchmache wie vor einem Jahr, zeigen mir: So geht es nicht. Ganz egal, ob die Ursachen für dieses Scheitern in mir, in ihr oder noch ganz woanders liegen, es funktionierte nicht, ohne dass ich krank wurde und immer neue Teile von mir schlecht finden musste. Zunächst war es nur eine Bindungsangst, die mich weiterhin aufrecht erhalten ließ, dass die Beziehung richtig wäre, aber eben schwer, später waren dann depressive Tendenzen. Muster aus meiner Kindheit.

Und versteht mich nicht falsch: Da ist überall was dran. Diese Aspekte gibt es. Aber ich konnte nicht mehr. Nicht so.

Cullawine meinte das damals anders mit dem “Der alte J. ist tot”, sie meinte meine Illusionen von einer Rückkehr in die Unbedarftheit, die mir vorher an mir so gut gefallen hatte. Und das stimmt, das geht nicht, Erfahrungen verändern einen, und ich bin ein anderer. Aber es ist noch ein anderer J. tot, nämlich der mit Illusionen von einer Rückkehr ins Glück mit Cullawine.

Mein Gott, klingt das hart. Aber so ist es. Etwas musste sterben, und es ist gestorben.

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