14.04.2005 14:01
0 Kommentare »
Allgemein

Toller Typ, das. Nicht nur hat er geboten, was ich mir gelegentlich gern vorzitiere,

du sollst der werden, der du bist

nein, er weiß noch mehr zu berichten:

Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit.

Fühlt sich verdammt gut an, wenn man so große Denker auf “seiner Seite” weiß.
Dumm nur, dass ich Nietzsche nie als besonders glücklichen oder erfüllten Menschen empfunden habe.

14.04.2005 11:54
0 Kommentare »
Allgemein

3und20 hat verdammt Recht. Das sind die großen Drei.
Klasse.
Pandora kann uns mal.

14.04.2005 11:50
0 Kommentare »
Allgemein

Paikja ist einer meiner Lieblingsmenschen. Bevor sie kam stand ich noch ein bisschen in der Küche der Nachbar-WG rum, und meine Mitbewohnerin, die um meinen Besuch wusste, kommentierte mein Outfit.

“Schickes Hemd.”
“Danke!”
“Hast du dich schön gemacht?”
“Och, naja, so gelegentlich…”
“Na komm, gelegentlich. Hm?”
“Ach du meinst für Paikja? Nein. Nein nein. Für die muss ich mich nicht schön machen. Da will ich nicht mehr, da ist alles gut so wie’s ist. Keinen Sex, nicht mehr Zeit miteinander… alles super.”

Und es stimmt. Es ist alles super. Wir haben, so stellten wir dann fest, eine perfekte Freundschaft. Ich würde das gern noch globaler nennen, wir haben nämlich eine perfekte Beziehung.
Warum Beziehung? Weil man zu jedem Menschen ne Beziehung hat.
Außerdem ist es ne Spitzenüberleitung zu einer Wahrheit, die wir gefunden haben:

Es gibt keine Beziehungen.
Es gibt immer nur zwei Menschen*, die etwas füreinander empfinden.
Und deshalb sind Überlegungen, wie “Was will ich retten, mich, oder die Beziehung?” Unfug. Wenn man selber nicht mehr bei sich ist, sich aufgibt für die Beziehung, insofern nicht mehr da ist, das alte Ich aus der Beziehung raus ist, mit wem führt dann die andere Person die Beziehung?
Dann tritt, dadurch dass man die Beziehung retten wollte, der (für viele) schlimmste Fall ein: Sie hat nen anderen. Denn einen selber hat sie definitiv nicht mehr.

Und das ist genau der Punkt, warum ich das mit Paikja Beziehung nennen will. Weil es dann nämlich plötzlich nur noch uns beide gibt, und nicht ein ominöses Drittes, was perfekt ist, sondern eben uns, zwei Menschen, deren Gefühle passen.
Schön.

PS: “Liebeserklärung an eine furchtbare Welt” ist Paikjas Erläuterung zu einem Buch von Janosch. Irgendwie passt der Satz aber auch zu diesem Eintrag. Und vor allem zu Paikja und mir.

*oder eben mehrere

14.04.2005 11:40
0 Kommentare »
Allgemein

Gestern habe ich mit der wunderbaren Paikja “Reality Bites” gesehen, und darin gibt es verschiedene Kussszenen, an denen mir etwas aufgefallen ist.

Vor dem ersten Kuss wird gespielt. Das macht auch Spaß, das ist spannend, erregend, aber was nach dem ersten Kuss kommt ist der absolute Hammer.
Danach ist man nämlich plötzlich der Wahrheit ganz nah, beide sind dem anderen gegenüber ganz nackt.
Da kann man dann Dinge sagen, die vorher unmöglich gewesen wären.
Sagen, dass man liebt, sagen, dass man ganz furchtbare Angst hat, dass man ins Bett will mit der anderen Person. Oder eben auch nicht.

All das geht dann, und man ist der Weltenseele so wunderbar nah.
Schade, dass das nur bis zum nächsten Erwachen anhält.

10.04.2005 21:19
0 Kommentare »
Allgemein

Fast ganz vergessen: Das war ja im Grunde gestern die erste Situation für mich, in der ich mit meinem Ideologiekram, meinen Ansichten, meinen Selbstoffenbarungen an eine Öffentlichkeit getreten bin, die ich nicht schon vorher kannte, und die sich dazu äußern konnte!
Hier im Blog ist zwar auch öffentlich, aber eigentlich ist bloggen ja feig. Ich hab ja noch nichtmal ne Kommentarfunktion, und das auch sehr bewusst.

Insofern war gestern spannnend, weil da halt 4 Leute waren, die, so wage ich zu glauben, nicht unerheblich zu meinen Webhits beitragen, die also ungefähr wissen, was mit Powergirl geht, dass ich Haut mag und dass ich ein hochmütiger Schwätzer bin.

Pro: Das hat sich gut angefühlt. Wie schon vor einiger Zeit mal geschrieben sind Menschen gar nicht so unterschiedlich, als dass man sein Innerstes verbergen müsste, das meiste kennen die anderen schon. Und nehmen es an, als das was es ist. Super.

Contra: “Irgendwann findest du die Richtige”. Dieser Halbsatz kam irgendwann vor, und ich habe mich geärgert. Ich habe ihn nicht übel genommen (das an die Anwesenden), habe auch verstanden, wie er gemeint war, irgendwie, aber trotzdem habe ich mich geärgert. Wahrscheinlich hatte ich doch die Hoffnung, dass das, was ich hier so schreibe, in einer Form nachvollziehbar ist, dass ich Leute überzeugen kann, ihnen diese Gedanken nah bringe. Ziemlich großes (und fragwürdiges) Ziel… Da muss ich wohl gleich mit der Demut weitermachen.

Pro im Contra: Immerhin wurde mir das hier, so dieses ganze freies lieben Ding, sehr als meine Realität zugestanden, mit viel Respekt, das war schön, und ist ja auch schon ein Erfolg.
Dann muss immerhin ich für mich nicht mehr die “Richtige” suchen und mich die ganze Zeit fragen, ob ich denn schonmal “richtig” verliebt war und solche Sachen.

Eigentlich, das noch so als Erklärung, ist ja richtig lieben, so mit Haut und Haar, und ohne Rücksicht auf Verluste (und Gesellschaft) ja eigentlich “what freies lieben is all about” (um B. teilweise zu zitieren).
Zählt “richtig” eigentlich zu den deiktischen Ausdrücken? It should.

10.04.2005 21:01
0 Kommentare »
Allgemein

3und20 trifft es, wenn sie mutmaßt (nicht öffentlich), dass niemand sich traut, was zu schreiben zu gestern abend.
Stimmt. Wollte auch nicht der erste sein.
Das ist so, als wenn man auf ner Party der erste ist, der gehen will. Oder bei einem Flirt der erste, der einfach nicht wegguckt. Der lächelt.

Weil: All das schafft ja Realitäten, Realitäten, die zwar eh schon da sind, aber noch nicht explizit.

Aber jetzt bin ich eben doch der erste und versuche mich an einem Fazit, was dem Abend gerecht wird. Das ist schwer, denn zu wenig zu schreiben würde viel weglassen, was wichtig war, aber zu viel zu schreiben würde eine Geschichte aus etwas machen, einen Eintrag, was eigentlich sehr privat und tatsächlich und authentisch war.

Ich versuche es mit den 3 Schlagworten Männer, Menschen und Worte.

Männer
Der ursprüngliche Grund des Treffens war ja, mehr übers Mannsein zu erkundschaften. Wir haben viel erkundet, aber wir haben keine Ergebnisse. Wir haben alle leicht unterschiedliche, aber immerhin ansehnliche Männerbilder. Und wir waren alle keine schlimmen Sexisten, nur so subtil, wie das halt normal ist, und selbst das haben wir dann rausgekriegt.

Menschen
Die Konstellation war ja sehr spannend. Ich kannte B. privat und aktuell, kannte Dichotomy privat und ne Weile her, Killefit flüchtig und nur über Umwege und 3und20 nur digital.
Aber: Alle sind Menschen. Dieser Aspekt vom Blogging, dass man sich wichtig vorkommt, gilt irgendwie auch andersrum. Ich zumindest hatte das Gefühl, ich geh zu Prominenten… das hat sich dann (nichts für ungut) schnell erledigt. Gut so. Und zum Glück mochte ich all die Stimmen, deren Worte ich sonst nur lese, auch in echt.

Worte
Um Worte geht es ja. Blogger mögen Worte. Text, könnte man sagen. Zufällig hatten wir alle auch so noch was mit Sprache am Hut, sodass wir viel Spaß hatten mit Bildungsbürgertumspielen, wie Tugenden der perfekten Gesellschaft aufzuschreiben, sie nach Männern und Frauen zu trennen oder männliche und weibliche Idole zu sammeln.
Das ist weitaus geiler als Siedler zu spielen.

Danke, Kinder. Super das.

09.04.2005 18:57
0 Kommentare »
Allgemein

Creative Commons ist ne feine Sache. Als Autor von jedweden Werken kann man durch eine solche Lizenz recht deutlich machen, was okay ist, und was nicht.

Ich zum Beispiel fände es okay, wenn ich zitiert werde, oder übersetzt, aber der Name dieser Homepage muss da auftauchen.
Folgende Dinge findet ihr in der Lizenz:

  • Namensnennung – Damit meine ich den Namen der Homepage. Mein Name ist ja gar nicht rauszukriegen
  • Keine komerzielle Nutzung – Tja. Kein Geld mit der Liebe
  • Share Alike – Zitieren und weitergeben darf man ohnehin. Aber wenn was geändert wird (zum Beispiel übersetzt), dann muss der neue Inhalt unter den hier beschriebenen Bedingungen veröffentlicht werden (also Übersetzen und dann Verkaufen geht auch nicht).

Tja. Ob das irgendjemand will, sei mal dahingestellt… Jedenfalls ist jetzt alles klar. Hier die Lizenz.
Super!

08.04.2005 13:58
0 Kommentare »
Allgemein

Wie ja jeder weiß sind meine Knie kaputt. Seit so ungefähr 5 Jahren ist es vorbei mit Tanzen und ernst betriebenem Sport.
Das ist schade, aber irgendwann habe ich gemerkt, dass es gar nicht besser wird, wenn ich trauere oder mich ärgere, habe die “Krankheit” umarmt und lebe damit.
Ich meine, hey, andere Leute können keine Tomaten essen. Oder haben kranke Haut. Ich würd nicht tauschen wollen.

Interessant ist aber dennoch, dass so gar nichts dauerhaft hilft: Krankengymnastik, knorpelaufbauende Spritzen, Akupunktur, Ernährungsumstellung, chinesische Tees… nix.
Das spricht ja sehr für irgendwas psychosomatisches.
Geist und Körper sind ja nur zwei Seiten der gleichen Medaille, und für mich ist es wohl an der Zeit, mal auf die Geist-Seite zu schauen.

Vor einigen Tagen sagte mir ein Freund, Knie würden mit Demut zusammenhängen (jedes Körperteil hat seine Entsprechung).

Demut.

Großes Wort. Das hat ganz schön gesessen, denn in der Tat bin ich nicht besonders demütig. Oft bekomme ich den Vorwurf, arrogant zu sein, und ein schwaches Selbstbewusstsein gehört nun wirklich nicht zu meinen Eigenschaften, und mit diesen Vorwürfen konnte ich immer wenig anfangen.
Demut allerdings beschreibt ja keinen Fehler, sonderen eine Richtung, das geht besser. Das kann ich verstehen. Das muss ich dann wohl mal ein bisschen lernen.
Mich klein fühlen im Universum, nicht voller Stolz dankbar sein auf die Geschenke, die ich bekommen habe, sondern voller Demut. Mit dem Wissen, dass ich, gemessen an der Welt, keinen Wert habe, dass all die Geschenke nichts bedeuten außerhalb von mir.

Das ist ganz schön schwer.

07.04.2005 13:07
0 Kommentare »
Allgemein

Ich habe gestern in der Stadt einen Aufkleber gesehen, den nachzubauen ich mir mal erlaubt habe.

Bist du glücklich?

Irgendwie find ich den gut. Er wirft einen so zurück auf die allerwichtigste Frage.
Ich habe ein Microbanner gebaut. Über den Link bin ich mir noch nicht sicher, erstmal geht’s zu Wikipedia…

06.04.2005 20:53
0 Kommentare »
Allgemein

Lieben steht auch in der Wikipedia. Junge, junge.
Die Definitionssache, die B. beschrieben hat, ist wirklich kühl.