Ach, was man bei der Recherche alles findet… ganz hübsches Bild, wie ich finden muss…

Nymphen & Satyr, Adolphe William Bouguereau (1825-1905)
Und wie geschickt alles Anzügliche verborgen ist. Süß.
Ach, was man bei der Recherche alles findet… ganz hübsches Bild, wie ich finden muss…

Nymphen & Satyr, Adolphe William Bouguereau (1825-1905)
Und wie geschickt alles Anzügliche verborgen ist. Süß.
Herr Köhler will die Arbeiter an Chancen und Risiken der Unternehmen, für die sie arbeiten, beteiligen.
Das ist erstmal nicht dumm, und könnte psychologisch zu einem größeren Wir-Gefühl führen (was insbesondere auf Chefseite wichtig wäre), und könnte, auch das vermutet Herr Köhler, evtl. wirklich die Kluft zwischen Arm und Reich (nämlich Arbeiter und Unternehmer) verringern, auch wenn ich das hochgegriffen finde. Aber:
Das ist das Bürgergeld… Juhu! Gute Idee! Sehr gute Idee!!
PS: Und alle finden’s gut!
Kennt jemand den Film “Die Träumer“? Ich hab den irgendwo rezensiert gesehen, und mich reizte was ich sah, hätte aber gern noch eine Meinung, bevor ich zuschlage.
Irgendwie kenne ich wirklich niemanden, der Menschen so viel berührt wie ich.
Für mich gehört das zur Sympathie dazu: Was oder wen ich mag, will ich berühren. Das geht unweigerlich und relativ schnell, und Menschen, die ich nicht mag, will ich nicht berühren, die können noch so sexy/ weich/ unbehaart sein.
Berühren will ich nur jene, die mir wichtig sind. Sympathisch sind.
Das ist keineswegs sexuell, obwohl auch Sexualität nicht ausgeschlossen ist, natürlich, sondern erstmal nur… tja. Nah, denke ich. Die Haut ist ein flottes Gefährt zur Nähe.
Und deswegen berühre ich Menschen gern. Umarme sie zur Begrüßung, streichle ihre Hände, fasse sie an die Schulter, lege einen Hand auf ihren Rücken, um sie sanft hinabgleiten zu lassen, als sanften Abschiedsgruß der Hand zum Rücken, oder küsse sie sogar auf die Wange. Letzteres selten, nur wenn es gerade ganz besonders schön war.
Aber was bedeutet es, dass ich wirklich niemanden kenne, der das in diesem Ausmaß mag, wie ich es mag…? Also, klar, erstmal bedeutet das nur, dass ich oft frustriert werde. Der Impact auf mich ist eine Einschränkung.
Bislang hat sich zwar noch niemand wirklich beschwert, aber als “touchy” oder “überkuschlig” wurde ich schon bezeichnet.
Der Impact auf andere ist somit im Zweifelsfall ein Gefühl von “Bui, J., nicht doch so nah, das ist mir zu viel”.
Und, völlig folgerichtig aus der Vorrede, ist dieses Gefühl eins der allerschlimmsten, die mir so begegnen können. “Du bist zu viel für mich”.
Natürlich immer noch ein kleines Stückchen besser als “Du bist zu wenig für mich”.
Meine Diplomarbeitsrecherche fördert interessante Theorien zutage. Manch einer wird das zu theoretisch sein, aber ich find’s doch ganz schön, ein bisschen Handwerkszeug des Verstehens zu kriegen:
Da werd ich doch morgen gleich mal den Originaltext von Sternberg kopieren gehen.
Ich habe mir die Tarotlegung von Silvester vor einem Jahr nochmal angeschaut, in der es um meinen Weg bezüglich des freien Liebens ging:

Der Hüter der Schwelle war der König der Münzen: Bodenständigkeit, Nüchternheit. Also musste ich erstmal ruhig und sachlich sein. Dazu passt gut meine sehr kognitive Herangehensweise – erstmal Fakten sammeln.
Hilfreich war dann der König der Stäbe: Neues Selbstbewusstsein mit der Gefahr des Egoismus. Auch das finde ich rückblickend wieder, einerseits eine gewisse Überzeugung, “Recht” zu haben, andererseits sehr deutlich in Hinblick auf die Süße aus Italien, mit der ich recht ruppig gebrochen habe.
Dieser Egoismus war dann wohl der Beginn einer eher schwierigen Phase, die nächsten 2 Karten sind tendenziell nicht so schön. Offenkundig waren beide Phasen aber wohl wichtig, sonst würden sie nicht in diesem Spiel aufgetaucht sein.
Zuerst die 9 Stäbe, Trotz und Bedenken, wo es nichts zu sorgen gibt,, auf der Durchhalte-Position (Mars). Vielleicht musste ich erst Kraft sammeln, indem ich ein bisschen zickig wurde mit dem Konzept, musste mich erst ein wenig immunisieren.
Und dann auf der Venus-Position, Symbol für erfreuliche Erfahrungen und Begegnungen: Lippenbekenntnisse, blasse Gefühle. Meine Güte, mein Weg zum freien Lieben ist aber nicht so schön… Ich glaube, das war eine Zeit, in der ich zwar gesagt habe, dass ja jeder selber wissen müsste, aber letztlich die “Monos” eher belächelt oder bemitleidet habe.
Aber dann: Auf der Merkur-Position, wichtiges gedankliches Konzept: Die Kraft. Initiative, Begeisterung, Leidenschaft. Das ist die Entdeckung des Wortes und des Konzepts Polyamory, was mir in der Tat einiges an Kraft gegeben hat.
Als Ergebnis dieser ganzen Entwicklung wurde mir der Magier geweissagt: Und in der Tat ist das ganze Zeug jetzt Teil von mir, habe ich viel verstanden und habe mich jetzt selbst in der Hand. Die Angelegenheit ist gemeistert.
Und was kommt von außen? Die Liebenden… in der Tat. Zum Jahresende veränderte sich viel bei Powergirl und Marveille.
Super. Ich werde Neujahr wieder eine Legung machen, glaube ich, das ist doch ganz schön…
Aus einer Laune heraus mache ich meine Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs-CD an, und mir wird Wahrheit zugeworfen, besonders wahr zu Weihnachten:
Wir kommen zusammen,
wir stehen nicht nur rum.
Wir freuen uns zu glauben,
wir sehen und wir sind:
Von Haus aus allein
Von wegen verschieden.
Und was wir nicht mögen
Fällt uns leider schwer.
Und ich denke manchmal, dass wir uns so gut verstehen, liegt doch auch daran, dass wir uns im anderen sehen.
“Von Haus aus allein” ist mal echt ein schöner Ausdruck. Ist halt so. Die grundlegende Trennung der Menschen ist unüberwindbar. Aber versuchen kann man es immer wieder, und jeder Versuch ist schön. Liegt doch auch daran, dass wir uns im anderen sehen. Immerhin das geht.
Wie letztens versprochen, wollte ich 2006 eine neue Rubrik einführen, in der ich mich dem Weltgeschehen widme. Und endlich setz ich auch mal was um von dem, was ich mir hier immer vornehme…
EasyMobile hat momentan zwei Werbespots laufen: Im einen war der Abend wohl nicht so schön, und es geht um lockere Trennung, den anderen erlaube ich mir, hier zu hosten:
Unter dem “mere exposure“-Effekt versteht man die interessante psychologische Gegebenheit, dass Dinge (und auch Personen) eine positive Valenz kriegen, einfach indem man sie oft erlebt, ohne dass dabei was Schlimmes passiert.
Zajonc, der Vater dieser Theorie, beschreibt das als eine sehr einfache Form des klassischen Konditionierens, ich erklär das hier aber nicht, sondern verweise auf den Link oben. Der ist nicht besonders wissenschaftlich geschrieben, aber verständlich.
Die Implikationen, was das für langjährige Zwischenmenschlichkeiten bedeuten könnte, lasse ich mal gerade beiseite. Fakt ist: Werbung macht auf jeden Fall genau das. Ich zeig einfach sauoft irgendwas, und nachher finden’s alle gut.
Interessant an dem EasyMobile Spot: Die zeigen als Werbung eine Polybeziehung, scheinbar ein “V”, mit ihr als Mitte. Oder zumindest, selbst wenn es keine Beziehung ist, eine eifersuchtsfreie Situation zu dritt.
Erst dachte ich, der Spot zeigt einen Wertewechsel an, wurde dann aber vorsichtig. Naja, dachte ich, das ist sicher nur deine Wahrnehmung, die ja nun wirklich für Polyinhalte geschärft ist. Alle anderen Kinder sehen einfach nur die alte Sex-Sells-Routine mit halt noch ner Frau.
Aber in jedem Fall können solche Spots Werte verändern.
Allein durch die Darbietung. Mere Exposure.
So, ich weiß jetzt wo mein Sexappeal herkommt. Oder herkam. Ich konnte den Ursprung zumindest auf zwei Quellen eingrenzen.
Seit gestern Nacht habe ich keine Dreadlocks mehr, und jetzt seh ich… naja. Scheiße aus. Wie eine Mischung aus Chris de Burgh (in den 80ern) und einem Ohrensessel. Ich bin unzufrieden. Und unsexy.
Fazit: Mein Sexappeal war entweder in den Dreads, oder in meinem Selbstvertrauen. Beides ist irgendwie rar.
Der Pudel, den ich jetzt trage, bleibt jedenfalls keine Dauerlösung. Ob ich wohl doch die Glatzenoption…?
Den Satz las ich gerade in einem Livejournal und finde ihn super. Zusammen mit dem Satz, den meine Mutter immer gern gesagt hat:
ist das eine gute Zusammenfassung für das, was ich unter “gesundem Egoismus” verstehe.
Oder vielmehr für etwas, das mit “gesunder Egoismus” scheiße benannt ist, das ist so als wenn ich sage “freundlicher Faschismus”, im Grunde kann das Adjektiv da auch nichts mehr reißen.
Es ist halt die Nähe zu sich, das Ich als letzte Instanz. Das ist eben nicht egoistisch im sonstigen Sinne, sondern… egophil? Klingt selbstverliebt. Auto…irgendwas? Egal. Aber in jedem Fall gesund. Die Freiheit des anderen hört da auf, und so.
Gleichzeitig mit einem schönen Autodingsda ist es auch etwas, was ich mir in der Geschichte mit Marveille öfter sagen sollte.
I’m not willing to be punished for someone else’s problems.
Allerdings weiß ich nicht was das dann bedeutet…
I won’t let myself be punished? Heißt das ich geh aus der Situation? Oder dass sie aufhören muss?
For someone else’s problems? Müssen die die lösen? Ist ja sicher nicht so, dass sie das nicht wollen.
Mist. So viel Wahrheit, so wenig praktische Anwendung.