Archiv der Kategorie: Allgemein

28.05.2006 10:48
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So, wem mach ich was vor hier. Das Bloggen macht mir momentan keinen Spaß… Schade, war lustig. Vielleicht hab ich auch nur keine Zeit, aber immer wenn ich überlege “Och, sollt ich mal was schreiben”, denk ich danach “Och nö… ich geh Schokolade essen” oder etwas ähnliches.

Letztlich hat das Blog seinen Zweck erfüllt. Ich habe damals, als ich anfing, ziemlich gesucht. Gesucht nach Worten, nach Konzepten, sicher auch nach Identität, ich habe damals noch jongliert mit Begriffen von Freiheit, Verantwortung und vor allem Beziehung, aber mittlerweile weiß ich ziemlich genau, was ich will. Und wer ich bin.

Dafür war der Begriff Polyamory sehr entscheidend, und natürlich auch die Beschäftigung mit allen Themen rund ums Lieben.
Ich hab viele neue Sachen kennengelernt, habe über Männer nachgedacht, über ihre Rollen und ergo auch über meine eigenen Rollen, habe über Frauen nachgedacht, insbesondere über die in meinem Leben, habe mit Gedanken gespielt, und bin wirklich ganz zufrieden.
Auch hat es mir gut gefallen, ein “Blogger” zu sein, und vor allem Hits zu haben. Ich bin halt ne Rampensau, es hilft ja nichts.

Aber jetzt fällt erstmal der Vorhang. Die Seite wird nicht sterben (dafür bin ich viel zu froh, diese Domain zu besitzen, ich meine, “freies lieben”, wie super ist das denn? Und das Archiv gibt’s ja auch noch), und vermutlich werd ich dann doch irgendwann nochmal was aufschreiben, und ich will eigentlich auch gar keine dramatische Abschiedsszene veranstalten (mal ehrlich, wen interessiert’s denn, außer den Leuten, die mich eh kennen, und die sich hier gern informiert haben, was so geht bei mir?).

Fürs Erste wird jetzt gelebt. Den ganzen Kram, den ich mir hier so überlegt habe, schön in die Welt tragen. Mal schauen was draus wird. Kopfmensch helau, aber hey, Welt sticht halt.

Macht’s gut! Bis dann.

26.05.2006 21:12
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wir wollen lieben und geliebt werden. wir wollen weh tun und trösten.
Katze

*zustimm*

20.05.2006 21:18
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Soeben habe ich etwas verstanden, beim Schauen einer amerikanischen Talkshow über Polyamory (hier). Das Video ist ganz nett, und der Gastgeber namens Montel macht seine Sache gut, rückt ins Sachliche, was aufgeladen ist, spricht aber auch deutlich aus, was alles auf den Nägeln brennt.

Jedenfalls geht es da ganz schön ab, und ich habe das Gefühl, die Leute fühlen sich bedroht.
Ganz im Gegenteil zu Homosexualität ist nämlich bei Polyamory (und übrigens auch bei Bisexualität) eine viel höhere Relevanz für die Leute da, die das nicht so machen wollen, weil sie nicht sagen können “Hab ich nichts mit zu tun”.
Schwule kann man verstehen, die sind halt anders. Lesben auch. Aber Bisexuelle und Polyfolk, die haben ja mehr, die sind nicht nur anders, die sind sozusagen “reicher”, die machen den gleichen Kram wie ich, aber noch was dazu.

Damit bedrohen diese “mehr als ihr”-Leute natürlich das, was man tut, weil immer mitschwingt “Warum tut ihr das nicht auch noch?”.

Das hängt wiederum mit dem wirtschaftlichen Denken zusammen. Viel hilft viel, viel haben ist gut. Und Polys und Bis haben halt irgendwie mehr. Kapitalistische Gewinner.

Keine Ahnung was mir das jetzt sagt. Erstmal fällt es mir nur auf.
Eine Sache, die ich draus ziehe, ist folgende: Es ist vermutlich absolut kontraindiziert, Monos, die dem ganzen Polyzeug feindlich gegenüber stehen, zu sagen “Hey, mach das doch einfach auch”, weil das genau das ist, wogegen sie sich wenden. Sie scheinen das als “mehr” zu erleben, und ihre Entscheidung für ein “weniger” dann offenkundig als Scheitern.

Macht das in irgendeiner Form Sinn?

18.05.2006 12:20
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An die zwei netten Menschen gestern, denen ich diese Seite verraten durfte: Die beiden Geschichten von gestern sind hier und hier.
Und Danke fürs Fragen :).

14.05.2006 20:47
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Hallo liebes Blog.

Hoffentlich geht es dir gut, lange nicht gesehen.
Ich habe dir leider wenig zu berichten.
Oder nein, eigentlich stimmt das gar nicht. Fasste ich in kurze Worte, was mir so passiert, klänge es nach einer gehörigen Portion Leben.

Die Zutat Zeit schmeckte bei dieser Portion ziemlich bitter, nach Arbeit, obschon mit einer kräftigen Note von Selbstverwirklichung, aber doch nach Arbeit, nach morgens aufwachen und erst denken “Eigentlich könntest du den Abfragehash zufällig generieren, dann müsstest du ihn aber speichern”, und dann erst “J., du spinnst, es ist 7:50, denk normale Dinge”. Schweres Gericht.

Aber die Soße schmeckte richtig, richtig gut, schmeckte lemonig nach frisch verliebt, nach cremiger Nähe, und schmeckte (wie das so ist, wenn man nach der einen richtigen Zutat greift, kommt der Rest von ganz allein) nach Flirts und Haut und Nähe mit noch ein paar Menschen, schmeckte ein bisschen aufregend, und duftete nach Polylifestyle, ohne dabei zu mächtig zu sein.

Und als Beilage wärmte ich nach wie vor auf, dass Alles gut ist, wirklich alles, und ich meine, hey, wie könnte es da nicht schmecken?

Das Ganze würde heiß serviert, wäre etwas kompliziert zu essen, läge einem ne Weile durchaus schwer im Magen, aber ich glaube, es nährte mich gut.

Und ich bin gespannt aufs Dessert.

27.04.2006 12:26
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Unter http://polyweekly.libsyn.com/ findet man einen Poly-Podcast, der alles macht, was man sich so wünscht. Sammelt Weltgeschehen rund um Polyamory, spreads the word, sowas halt. Ich muss selber noch mehr reinhören, aber ich glaube, es gefällt mir. Jetzr brauche ich einen Podcatcher, der das auf meinen USB-Stick spuckt. Any hints?

Auf der Homepage wird auch gebloggt, übrigens, aber der Cast gefällt mir besser.

27.04.2006 12:22
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Nachdem ich eine Weile im Poly-Artikel auf der Wikipedia erwähnt war, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht darüber, was dieses Blog tatsächlich noch mit freiem lieben zu tun hat.

Erst dachte ich: Verdammte Axt, eigentlich schreibe ich nur noch über das Leben, über Mensch sein und Gott sein, und über gutes Leben, das hat ja mit Lieben gar nichts zu tun, aber dann merkte ich, doch! Das hat sogar maximal viel mit Lieben zu tun, weil sich aus der Zugewandtheit zum Leben und natürlich zu den Menschen alles ergibt.

Gott zu sein, heißt, zu “grok“en, und zu groken bedeutet, die Dinge als das zu sehen, was sie sind, und wenn das gelingt, liebt man. Was auch immer es ist. Ein Abend, das Licht im Wald, sich selbst, einen Menschen.
Es wäre seltsam, wenn das aufhören würde, sobald man einen wunderbaren Partner gefunden hat.

Übrigens ermahnt Paikja mich, dass die Aussage “Gott sein” eventuell nicht verständlich ist, dass das zwar für mich eine super Metapher ist, dass es aber ansonsten absolut kryptisch ist.
Was ich damit meine, lässt sich auch sagen als Buddha-Natur oder Weltenseele. Ich hoffe, irgendwas von dem, was ich meine, kommt rüber.

Wie auch immer. Leben ist immer Lieben. Offen Leben ist also Offen Lieben (und das bedeutet nicht, dass man mit vielen Leuten Sex haben soll, das bedeutet nur, dass man seine Liebe nicht aufgrund einiger gesellschaftlicher Normen einengt, obwohl sie da ist).
Und dazu passt auch, dass ich der Meinung bin, bei der Liebe fängt man immer mit sich selbst an. Erst sich selbst lieben, erst die eigene Weltenseele zulassen, dann passiert alles Weitere.

24.04.2006 0:39
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Alles ist gut. Ihr seid Mensch und ihr seid Gott, ihr seid unwissend und erleuchtet, und manchmal ist es schwer, das unter einen Hut zu kriegen, aber der Hut, das seid ihr.
Und manchmal schwenkt das Pendel in die eine Richtung, und dann in die andere, und immer hat man völlig zu Recht das Gefühl, aus dem Gleichgewicht geraten zu sein, aber das muss so.
Und die anderen versuchen genau den gleichen Kram wie ihr: Glücklich sein. In dieser oder einer anderen Ausprägung.
Und manche passen nicht zu euch, weil sie in einer anderen Tonart spielen, aber es ist alles in der gleichen Schrift geschrieben, und es ist alles Musik. Und vielleicht steht ja nur ein Vorzeichen falsch, oder zwei, und wenn man transponieren würde, fändet ihr Harmonien.

Alles ist gut. In 200 Jahren wird nur ein verblichener Stein an euch erinnern, und in weiteren 200 Jahren wird sich der Name des Landes, in dem der Stein liegt, vermutlich geändert haben, spätestens in 500, aber das ist okay, weil die Namen noch viel abstraker sind als die Materie, über die ihr dann auch nur noch schmunzeln werdet.
Achja, und ihr seid auch jetzt schon Energie. Jeder von euch. Und sie hört nicht mit der Haut auf. Also achtet auf euch, achtet aber vor allem auch auf andere. Spielt eure Partitur mit Inbrunst, ihr habt nur diese eine.

Alles ist gut. Eure Unsicherheiten und Ängste wurden schon zigtausendmal gefühlt, sie sind die Unsicherheiten und Ängste der ganzen Menschheit, in dieser oder einer anderen Ausprägung, in dieser oder einer anderen Welt. Euer Leben wurde schon hunderte Male vor euch gelebt, mal besser, mal schlechter, aber es geht trotzdem nur um dieses eine, denn außerhalb eurer Welt existiert nichts, das zu erreichen wäre.

Alles ist gut. Nichts hat einen Sinn, weil nichts einen braucht, weil alles nichts braucht, weil alles schon alles hat, weil alles schon da war und alles immer da sein wird, weil Materie zu Energie und wieder zu Materie wird, weil nichts verschwinden kann, weil eure Quanten schon in Gandhi und Hitler waren, ihr die gleiche Luft atmet, und mit jeder Handvoll Erde habt ihr Leichen in der Hand.

Alles ist gut. Es lohnt sich, darüber zu weinen, und es lohnt sich, darüber zu lachen. Seid Mensch. Seid Gott. Seid ihr, und macht allem was ihr seid, Ehre. Seid ehrlich. Seid nackt.

Alles ist gut, und es gibt nichts, was ich jemals ernster meinte.

17.04.2006 21:11
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Manchen Frauen hilft ja bei den Tagen, so habe ich gehört, eine andere Pille. Neuer Hormoncocktail, und schon stimmt die Stimmung.

Meine Pille ist eine Runde Schmiegen. Dann geht’s gleich wieder.

16.04.2006 22:54
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27. März, 2. Februar, 7. Januar, 28. November, 27. Oktober, 26. August, 19. Juli, 15. Juni, 31. Mai, 19. April usw.
Dazwischen unterschiedliche viele Tage.
55 XXXXXXXXXXX
26 XXXXX
41 XXXXXXXX
33 XXXXXX
62 XXXXXXXXXXXX
38 XXXXXXXX
34 XXXXXXX
16 XXX
42 XXXXXXXX

Jeden Monat hab ich einmal miese Laune. Ungefähr alle 3 Monate lass ich diese Phase einmal aus (im betrachteten Intervall sind die Lücken nämlich zwischen Anfang Februar und Ende März sowie zwischen August und Oktober).

Vielleicht sollte ich mich da einfach dran gewöhnen. Monatliche Stimmungsschwankungen, das ist ja bei Gott keine Seltenheit. Und immerhin ist es alle Vierteljahre nicht so ausgeprägt…
Wobei ich in Zukunft mal festhalten sollte, wie schlimm es ist und wie lang es dauert. Schwer zu sagen… ich wüsste gar nicht, ob der 27. März noch anhält oder ob es was Neues ist.